Landschaftspfelgeplan Reichelsheim

Musterbeispiel für Umweltschutz in einer modernen Verwaltung

Nach fünfjähriger Laufzeit hat sich der Landschaftspflegeplan zum Standardverfahren der Pflege außerörtlicher kommunaler Flächen entwickelt.

Nach genauen Vermessungen vor fünf Jahren ist in Reichelsheim exakt geklärt, welches Terrain von der Gemeinde gepflegt wird und wo die landwirtschaftlich genutzten Flächen enden.
Zur Orientierung wurden an allen wichtigen Stellen Metallpfosten mit roter Markierung gesetzt, die sowohl den Bauhofmitarbeitern, die für die Pflege der Naturflächen zuständig sind, als auch den Landwirten ganz einfach signalisieren, wo ein Grundstück endet.

Diese kommunalen Grundstücke im Außenbereich von Reichelsheim wurden dann kartiert und für jede einzelne Fläche in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und anderen Institutionen Pflegepläne erarbeitet, die zusammen mit den entsprechenden Zeitplänen in ein digitales Managementprogamm eingegeben werden.

Nach anfänglichen finanziellen Mehraufwänden durch „Pflegestau“, Vermessung und Systemaufbau können heute die Arbeiten der Bauhofmitarbeiter effektiver und durch klare digitalisierte Vorgaben, was wann zu tun ist, mit weniger Aufwand durchgeführt werden. Langfristig gewinnen so die Natur, die Stadtkasse und die Motivation der Bauhofmitarbeiter, die inzwischen von den kleinen blühenden Oasen begeistert sind.

Da werden selten befahrene Feldwege zu Blühwiesen, da siedeln sich Rebhühner und Kiebitze an, da werden Gräben so gepflegt, dass sich eine vielfältige Pflanzenkultur ansiedeln kann, die auch Fröschen und Insekten ein ideales Lebensareal bieten.

Zu guter Letzt ist es gelungen, überall da, wo es kommunale Grundstücke gibt, Biotop-Vernetzungen herzustellen. Auch einige Landwirte ergänzen inzwischen das Programm durch Blühstreifen an geeigneten Stellen.

Wir beabsichtigen demnächst Verantwortliche dieses Vorzeigeprogramms in unseren Ausschuss Bauen & Umwelt hier in Ranstadt einzuladen.