Ausbau "Stockheimer Lieschen"

bis Ende 2027 geplant

Bild: dpa

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Der langersehnte Ausbau der Niddertalbahn, auch »Stockheimer Lieschen« genannt, wird langsam konkret.
Bis Ende 2027 soll die Strecke zwischen Glauburg und Bad Vilbel elektrifiziert und mit zweigleisigen Ausweichpunkten versehen werden.
100 Millionen Euro sind dafür vorgesehen.
Vertreter der DB Netze AG und des hessischen Wirtschaftsministeriums stellten jetzt Zeitplan und Maßnahmenkatalog vor.
Die Stadt Nidderau als Sitz der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr im Niddertal (AGNV) informierte jetzt entsprechend.

Die 31,5 Kilometer lange Strecke wird durchgängig elektrifiziert. Zwei Abschnitte von insgesamt etwa fünf Kilometern Länge werden zweigleisig ausgebaut.
Mehrere Ingenieurbauwerke sowie Beschrankung einiger Bahnübergänge entlang der Strecke sind dafür notwendig.
Die Geschwindigkeit auf rund der Hälfte der Strecke soll auf bis zu 100 km/h erhöht werden.

"All diese Maßnahmen werden die Möglichkeiten eröffnen, den Fahrplantakt zu verdichten, die Reisezeit zu verkürzen und die Voraussetzung schaffen, eine höhere Kapazität an Fahrgästen zu transportieren. Zusammen mit den neuen Zügen ist mit einer deutlichen Steigerung der Attraktivität der Strecke zu rechnen".

Es wurden bereits einzelne vorbereitende Maßnahmen in Auftrag gegeben, beispielsweise die technischen Planungs- und Vermessungsleistungen, Baugrundgutachten sowie Umwelt- und Kartierungsleistungen. Bis Ende 2021 soll auch ein Schallgutachten ausgeschrieben und vergeben werden. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr im Niddertal zeigten sich erfreut, dass seitens der DB erste Schritte in Richtung Ausbau vergeben und ausgeschrieben wurden.
Der Rahmenterminplan des Großprojektes soll im Sommer 2022 den zuständigen Gremien vorgestellt werden.

Der Ausbau ist vor allem für Pendler Richtung Frankfurt ganz wichtig. Besonders die teils eingleisige Streckenführung für das »Stockheimer Lieschen« sorgt immer wieder für Probleme im Ablauf. Verspätungen sind eher die Regel. Eine gute Anbindung an die Mainmetropole ist für das Wachstum der anliegenden Städte und Gemeinden von großer Bedeutung.

Entsprechend Rahmenterminplan soll der Ausbau bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Hilfreich wäre natürlich, wenn die Arbeiten rechtzeitig zur Landesgartenschau, also eher zu Beginn 2027, abgeschlossen wären!