Klimaerwärmung
"Der Planet hat Fieber"
2025 war das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, bestätigen Daten des europäischen Klimadienstes Copernicus. Die globale Durchschnittstemperatur lag bei 14,97 °C, nur minimal unter den Rekordjahren 2023 und 2024. Europa erreichte mit einer Durchschnittstemperatur von 10,41 °C ebenfalls das drittwärmste Jahr in der Messgeschichte.
Die vergangenen elf Jahre waren die wärmsten der Aufzeichnungszeit, und erstmals lagen drei aufeinanderfolgende Jahre – 2023 bis 2025 – im Durchschnitt über 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau. Dies stellt eine ernsthafte Gefahr für das Pariser Klimaziel dar, das die Erderwärmung auf 1,5 °C begrenzen soll.
Die Hauptursachen sind der Anstieg von Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten und das El-Niño-Phänomen, das die Meeresoberflächentemperaturen erhöhte. Folgen sind verstärkt Hitzewellen, Waldbrände, extreme Wetterereignisse und steigende Gesundheitsrisiken.
Die steigenden Temperaturen auf der Erde vergrößern nach Einschätzung des Rückversicherers Munich Re den Schaden durch Naturkatastrophen.
Im vergangenen Jahr verursachten Naturereignisse nach Berechnungen des Dax-Konzerns weltweite Gesamtschäden von 224 Milliarden Dollar. Das war zwar weniger als im inflationsbereinigten Schnitt der vergangenen zehn Jahre (266 Mrd.), doch war dies nach Bewertung der Fachleute des Unternehmens lediglich ein glücklicher Zufall: So wurden die USA von keinem verheerenden Wirbelsturm getroffen, obwohl sich im Nordatlantik zahlreiche Hurrikane bildeten. Die von „Sekundärgefahren“ verursachten Schäden steigen allerdings stetig. . „Dazu zählen Überschwemmungen, Schwergewitter und Waldbrände, Ereignisse, die mit einer gewissen Regelmäßigkeit auftreten“, sagte Chef-Klimawissenschaftler Tobias Grimm.
2025 war in dieser Hinsicht mit 166 Milliarden Dollar das bisher teuerste Jahr. Dazu trage der Klimawandel maßgeblich bei. „Er verstärkt nachgewiesenermaßen extreme Wetterereignisse.“
erreichen. „2025 waren die Meerwassertemperaturen nach wie vor überdurchschnittlich hoch, wenn auch etwas niedriger als 2024“, sagte Grimm.
